Einrichtung eines Labors des Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) an der Technischen Universität Darmstadt

Einrichtung eines Labors des Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) an der Technischen Universität Darmstadt

Experten für Künstliche Intelligenz: Professor Carsten Binnig, Professor Jan Peters und Professor Kristian Kersting (von links).

Projektbeschreibung

Professor Jan Peters ist seit 2011 Professor für Intelligente Autonome Systeme am Fachbereich Informatik der Technischen Universität Darmstadt und gleichzeitig seit 2022 Leiter des Forschungsbereichs System-KI für Roboterlernen (SAIROL) am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Er ist außerdem Gründungsmitglied des Hessischen Zentrums für Künstliche Intelligenz. Jan Peters erhielt den Dick Volz Best 2007 US PhD Thesis Runner-Up Award, den Robotics: Science & Systems - Early Career Spotlight, den INNS Young Investigator Award und den IEEE Robotics & Automation Society's Early Career Award sowie zahlreiche Auszeichnungen für die besten Arbeiten. Im Jahr 2015 erhielt er einen ERC Starting Grant, 2019 wurde er zum IEEE Fellow, 2020 zum ELLIS Fellow und 2021 zum AAIA Fellow ernannt. Professor Carsten Binnig ist Professor für Künstliche Intelligenz und Datensysteme am Fachbereich Informatik der TU Darmstadt in Darmstadt, Deutschland. Er forscht in verschiedenen Bereichen von Datenbanken und Datenmanagement in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz (KI). Sein Schwerpunkt liegt auf Systemen für KI und KI für Systeme. Seine Forschung konzentriert sich derzeit auf das Design verteilter und paralleler Datenmanagementsysteme für die nächste Generation von Rechenzentrums- und Unternehmenscluster-Hardware. So waren beispielsweise RDMA-fähige Hochgeschwindigkeitsnetzwerke wie InfiniBand FDR/EDR bisher eine sehr teure Technologie, die nur in High-Performance-Computing-Clustern (HPC) eingesetzt wurde. InfiniBand ist jedoch seit kurzem kostengünstiger als Ethernet und wird zu einer interessanten Alternative für zukünftige Rechenzentren und Unternehmenscluster. Seine ersten Ergebnisse aus dem Aufbau eines InfiniBand-optimierten Systems namens I-Store zeigen, dass dieser Trend zu Hochgeschwindigkeitsnetzwerken eine neue Reihe von verteilten Datenverwaltungssystemen ermöglicht, die zu erheblichen Leistungsverbesserungen gegenüber bestehenden Systemen sowohl für analytische als auch für transaktionale Arbeitslasten führen. Professor Kristian Kersting ist Professor für Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen am Fachbereich Informatik der TU Darmstadt und Gründungsdirektor des Hessischen Zentrums für Künstliche Intelligenz (hessian.ai). Nach seiner Promotion an der Universität Freiburg im Jahr 2006 war er am MIT, Fraunhofer IAIS, der Universität Bonn und der TU Dortmund tätig. Seine Forschungsschwerpunkte sind statistische relationale künstliche Intelligenz (KI) sowie tiefes (probabilistisches) Programmieren und Lernen. Kristian hat über 180 von Experten begutachtete Fachartikel veröffentlicht, war Mitautor eines Morgan&Claypool-Buches über statistische relationale KI und Mitherausgeber eines MIT Press-Buches über probabilistische gehobene Inferenz.
Das DFKI-Labor Darmstadt wird die Grundlagenforschung im DFKI stärken. Das DFKI etabliert hierzu mit dem Labor Darmstadt drei neue Forschungsebereiche: Die Leiter der drei Bereiche sind Professoren am Fachbereich Informatik der TU und ausgewiesene Experten für Künstliche Intelligenz sowie Gründungsmitglieder von hessian.AI, dem Hessischen Zentrum für Künstliche Intelligenz. Um „Systemische KI für lernende Roboter“ (SAIROL, Systems AI for Robot Learning) geht es im Forschungsbereich von Professor Jan Peters, der auch das DFKI Labor Darmstadt leitet. Sein Forschungsbereich, das SAIROL-Labor, fokussiert auf Grundlagenforschung zum maschinellen Lernen für intelligente autonome Robotersysteme. Unter Leitung von Professor Kristian Kersting erarbeitet die Gruppe „Grundlagen der Systemischen KI“ (SAINT, Systems Artificial Intelligence) die algorithmischen und programmatischen Grundlagen für eine systemische KI. Der Forschungsbereich „Systemische KI für Entscheidungsunterstützung“ (SAIDE, Systems AI for Decision Support) steht unter Leitung von Professor Carsten Binnig.
Systemische KI für lernende Roboter: Das SAIROL-Labor entwickelt Anwendungen von Methoden zum “Systems AI” im Rahmen des Roboterlernens, wo die Roboter neue motorische Fertigkeiten und Problemlösungsstrategien aus der Interaktion mit ihrer Umwelt und menschlichen Lehrern entwickeln. Systemische KI Software : Die SAINT Gruppe betrachtet, versteht und nutzt das Zusammenspiel einzelner KI-Algorithmen als Bausteine für ein komplettes, komplexes KI-System auf mathematisch und rechnerisch fundierte Weise. Neue generell einsetzbare Software-Ansätze für die KI entstehen hier. Systemische KI für Entscheidungsunterstützung: Die SAIDE-Gruppe arbeitet an der nächsten Generation von intelligenten Unternehmensinformationssystemen, die Benutzerinnen und Benutzer mit viel umfangreicheren KI-fähigen Funktionen als bisher unterstützt. Hierbei spielt die Automatisierung der Entscheidungsfindung durch Methoden der Systemischen KI eine zentrale Rolle.

Fördermittelgeber

Hessische Staatskanzlei - Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung
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