Entwicklung einer digitalen Bohrdatenbank mit KI-Funktionen

Entwicklung einer digitalen Bohrdatenbank mit KI-Funktionen

Entwerfen und Bewertung erster Konzepte für die Herstellung einer spezifischen Datenbankanwendung für die Bohrdaten und den Einsatz von KI-Funktionen zur Bearbeitung der gesammelten Bohrdaten

Projektbeschreibung

Für die Erstellung der Machbarkeitsstudie sind sowohl umfangreiche bohrtechnische Erfahrungen als auch detaillierte IT-Kenntnisse sowie organisatorische Kompetenzen im Bereich der Planung von Bohreinsätzen erforderlich. Aufgrund der langen Tradition und Erfahrungen in bohrtechnischen Fragen und in der Organisation von komplexen Bohrprojekten sind die erforderlichen Kompetenzen im eigenen Unternehmen, H. Anger’s Söhne, bereits vorhanden. Sie bilden eine wesentliche Grundlage für die geplante Neuentwicklung. Zudem wurde in den letzten Jahren auch die IT-Kompetenz innerhalb des Hauses massiv erhöht, um sich den neuen Herausforderungen stellen zu können. Beispielsweise werden bereit SQL-Datenbanksysteme für buchhalterische Daten von der IT-Abteilung vorgehalten.
Die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit eines Bohrunternehmens setzt voraus, dass maschinell hergestellte Bohrungen in möglichst kurzer Zeit unter der Einhaltung sehr hoher Qualitätsstandards abgeteuft werden müssen. Für die Erreichung dieses Zieles sollen zukünftig Möglichkeiten der digitalen Transformation genutzt werden. Bei der Herstellung von Bohrungen fallen große Datenmengen an, die nach sorgfältiger Auswertung die Basis für die noch effektivere Ausführung zukünftige Projekte sein könnten. Aufgrund der Komplexität und der Menge der Daten lassen sich diese aktuell nur mit extremen Aufwand für spätere Projekte verwenden. Die Dokumentation erfolgt zwar schon digital, aber zu einem nicht unbeachtlichen Anteil auch analog. Die bohrspezifischen Daten werden über Sensoren und manuell erfasst. Im Rahmen dieser Machbarkeitsstudie soll ein Gesamtkonzept erarbeitet und hinsichtlich der technischen, finanziellen und rechtlichen Umsetzbarkeit untersucht werden. Dafür sollen die Wege aufgezeigt werden, wie die erhaltenen Daten möglichst einfach und digital, nicht nur dokumentiert, sondern auch nutzbar weiterverarbeitet werden können. Die Entwicklung einer digitalen Bohrdatenbank und der Einsatz von spezifischen Künstlichen Intelligenzfunktionen erfordern dafür eine aufeinander abgestimmte konsequente Digitalisierung auf den Bohranlagen und dem Hauptsitz des Unternehmens in Hessisch-Lichtenau. Die Methoden der künstlichen Intelligenz sollen zukünftig die zu beherrschenden Datenmengen der Bohrungen auswerten und Empfehlungen für aktuelle/spätere Bohrsituationen ableiten. Dies alles im Sinne die Bohrkosten zu senken.
Das neuartig zu erschaffende Dokumentations- und Auswertungssystem für Bohrdaten, wird für zukünftige Planungen von Flach- und Tiefbohrungen und während deren Herstellung für Fachingenieure der Bohrindustrie, Geologen und Bohrpersonal von großer Bedeutung sein. Die durch das System dokumentierten und aufgearbeiteten Daten bereits hergestellter Bohrungen, beschleunigen die Bewertungen und Planungen für sämtliche Bohrbereiche (wie zum Beispiel: Brunnen zur Förderung von Wasser, Bohrungen für bergbaulich Nutzungen, Bohrungen für die Erkundung von Endlagerstandorte, Geothermiebohrungen etc.). Die Optimierungen des Bohrregimes und der optimierte Einsatz der Bohrtechnik- und Technologie auf der Grundlage einer digitalen datenbasierten Planung zur Kostenminimierung und die Vermeidung von möglichen Komplikationen im Bohrprozess werden die herausragenden Anwendungen des neunen Systems im Bohrmarkt sein.

Fördermittelgeber

Hessische Staatskanzlei - Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung
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