DDiT
Entwicklung einer Software zur digitalen Diagnoseunterstützung und Dokumentation in der Tiermedizin (DDiT).

Projektdetails
Entwickelt wird eine Software, die es erlaubt, die Befunddaten digital, einfach und schnell zu erfassen, die Untersuchungsergebnisse mit Hilfe von nummerischen Technologien und KI-Algorithmen zu analysieren. Das Ziel ist Krankheitsmuster zu erkennen und die zeitliche Entwicklung der Krankheit vorherzusagen sowie eine komplexe Diagnostik und Therapieempfehlung im Rahmen der veterinärmedizinischen Physikalischen Medizin, Rehabilitation und Sportmedizin zu ermöglichen. Als Neuheit gilt aber nicht nur die reine standardisierte Dokumentation von klinischen Befunden mit Hilfe von Farbcodierungen und Grafiken, sondern die weitere Prozessierung der gesammelten Befunde mit Hilfe der Analyse durch das maschinelle Lernens und von Wahrscheinlichkeiten, um dem medizinischen Personal eine Reihe von möglichen Diagnosen (Differentialdiagnosen) vorzuschlagen und auch den klinischen Verlauf zu überwachen. Diese Art der Befundung und nachträglichen Prozessierung der eingetragenen Einzelwerte, wie z.B. goniometrische Messungen oder der Muskelumfang, ist neu und stellt eine noch nicht auf dem Markt vorhandene und zeitsparende Hilfe für die Diagnostik, Kommunikation (u.a. für „Teleconsulting“), Therapieplanung und Verlaufskontrolle dar.
Neben der Integration der Software in bestehende auf blended learning Weiterbildungsprogramme für Tierärzte werden Präsenz- und später auch online Schulungen angeboten. Des Weiteren wird die VBS GmbH sein globales Netzwerk nutzen, um Fachvorträge an nationalen wie internationalen Kongressen zu platzieren, sowie im Rahmen der Lehre der partnerschaftlich verbundenen Universitäten zu integrieren. Gleichzeitig wird eine Kooperation mit einer etablierten Praxissoftwarefirma angestrebt, so dass das neue Produkt als Add on in die bestehenden Lizenzverträge integriert werden kann.
Antragstellerin ist die VBS GmbH, Veterinary Academy of Higher Learning. Die Geschäftsführerin Dr. Beate Egner ist Tierärztin und hat vor der Gründung Ihres Unternehmens Erfahrung im Bereich Vertrieb und Marketing als Europäische wissenschaftliche Marketingmanagerin bei Sandoz und später Novartis gesammelt. Dr. Barbara Esteve Ratsch ist Tierärztin mit Schwerpunkt im Fachgebiet „Physikalische Medizin, Rehabilitation und Sportmedizin“. Der Innovationswille beider Ärztinnen, die Befundung, deren Dokumentation und die Diagnoseerstellung in der Tiermedizin zu transformieren, ist die Basis des Projekts. Die Entwicklung der Software zur Digitalen Diagnoseunterstützung liegt in den Händen von Prof. Ute Trapp, Professorin für User Experience, von Prof. Elke Hergenröther, Professorin für Visual Computing beide aus dem Fachbereich Informatik der Hochschule Darmstadt und Prof. Romana Piat, Professorin für Numerische Mathematik vom FB Mathematik und Naturwissenschaften der gleichen Hochschule.
Gefördert durch
- Digitale Technologie
Analytische Informationssysteme Cloud Computing Künstliche Intelligenz (KI / AI)
- Einsatzbereich
E-Health E-Learning Wissenstransfer
- Eingesetzte digitale Verfahren, Technik, Software und Methoden
Machine Learning Numerische Berechnung Physikalische-medizinische Untersuchung Diagnoseunterstützung Crossplattform-Framework UX normierte Topographische Befundung Dokumentation
- Landkreis, kreisfreie Stadt
Darmstadt-Dieburg
- Förderprogramm
- Distr@l - Digitale Produktinnovationen (FL 2A)
- Fördersumme
- 495.057,00 €
- Förderzeitraum
- 1. Okt. 2022 - 31. Mär. 2025
- Status
- abgeschlossen
Antragsteller
VBS GmbH, Veterinary Academy of Higher Learning (VAHL)
Im Riemen 27
64832 Babenhausen
Verbundpartner
Hochschule Darmstadt
Schöfferstrasse 3
64295 Darmstadt
Ansprechpartner

Frau Beate Dr. Egner
VBS GmbH, Veterinary Academy of Higher Learning (VAHL)
Im Riemen 27
64832 Babenhausen