Immersity Lab
Eine softwarebasierte Dienstleistung, die den Impact von Bauvorhaben antizipiert, indem sie User-Experience anhand von Echtzeitinterviews und Eye Tracking in VR-Simulationen misst.

Projektdetails
Hinter der Konzeption physischer Räume, Produkte und Services stecken meist lange Planungsphasen und ein hoher Ressourcenaufwand. Der Bau und die Umsetzung solcher Maßnahmen ist mit kostspieligen Investitionen verbunden, ohne dass Unternehmen wissen, ob der gewünschte Impact erzielt wird. Es fehlt an einem evidenzbasierten Verständnis der Wirkung solcher Räume auf die Nutzenden, was zu Fehlplanungen und geringerer Akzeptanz führen kann.
Immersity Lab bietet mit der entwickelten Software ISA (Immersive Spatial Analysis) ein neues Werkzeug, um das Nutzungspotential von Räumen besser ausschöpfen zu können. Anhand von Echtzeitinterviews und Eye-Tracking in Virtual-Reality-Simulationen wird die User Experience (UX) von Räumen sichtbar. So können Maßnahmen und Entwürfe vorab auf ihre funktionale und emotionale Wirkung hin evaluiert werden. Ziel von Immersity Lab ist die Optimierung der softwarebasierten Dienstleistung mit Hilfe von KI. Es sollen automatisiert „emotionale Karten“ von Räumen, wie z. B. dem Frankfurter Hauptbahnhof erstellt werden, welche eine datenbasierte Entscheidungsgrundlage für die Gestaltung liefern. Mögliche Raumkonzepte können somit noch vor einer aufwendigen baulichen Umsetzung miteinander verglichen werden, wodurch ein evidenzbasierter Planungs- oder Gestaltungsprozess ermöglicht wird.
Die entwickelte Dienstleistung kann von Planenden im Mobilitätssektor, in der Stadtentwicklung und -planung sowie im Privatsektor genutzt werden, um die Auswirkungen geplanter Investitionen vorab zu messen. Planungsbüros können die Auswirkungen ihrer Entwürfe vorab testen und ihren Kunden einen validierten Entwurf anbieten – egal, ob es sich um eine neue Haltestelle, einen Bahnhof, ein neues Flughafenterminal, die Umgestaltung eines öffentlichen Platzes im Stadtraum oder den Wartebereich einer Klinik handelt. Als softwarebasierte Dienstleistung, die die User-Experience von (noch nicht gebauten) Räumen sichtbar macht, ist sie in jedem Raum anwendbar. So kann die neue Haltstelle oder der Bahnhof unter dem Aspekt der Orientierung oder das Flughafenterminal auf die subjektive Sicherheit der Nutzenden hin untersucht werden und die untersuchten Räume entsprechend der Kundenzufriedenheit geplant und gestaltet werden.
Immersity Lab kombiniert die softwarebasierte Erhebung und Analyse sozio-emotionaler Faktoren innerhalb immersiver virtueller Umgebungen. Hierbei werden Methoden und Expertisen mehrerer Disziplinen vereint. So werden im Rahmen des Vorhabens Kompetenzen aus den Bereichen Design, Software Engineering und Sozialwissenschaften zu einem interdisziplinären Projektteam gebündelt. In langjähriger, interdisziplinärer Zusammenarbeit der Projektmitgliederinnen und Projektmitglieder in unterschiedlichen Konstellationen wurde die Idee, Immersity Lab für die praktische Anwendung in Planung und Praxis zur Verfügung zu stellen, entwickelt. Angesiedelt ist das Team am Offenbach Institut für Mobilitätsdesign (OIMD), gegründet von Prof. Peter Eckart und Prof. Dr. Kai Vöckler, an der Hochschule für Gestaltung Offenbach (HfG).
Gefördert durch
- Digitale Technologie
Digitaler Zwilling Internet of Things (IoT) Künstliche Intelligenz (KI / AI)
- Einsatzbereich
Mobilität Wissenstransfer
- Eingesetzte digitale Verfahren, Technik, Software und Methoden
Natural Language Processing Simulationsprogramme CAD- Modellierungssoftware Räumliche Verortung von Befragungsergebnissen
- Landkreis, kreisfreie Stadt
Offenbach am Main
- Förderprogramm
- Distr@l - Validierung (FL 4A)
- Fördersumme
- 755.994,00 €
- Förderzeitraum
- 1. Nov. 2024 - 31. Okt. 2026
- Status
- aktiv
Antragsteller
Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main
Schlossstraße 31
63065 Offenbach am Main
Ansprechpartner

Dipl.-Des. Julian Schwarze
Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main
Schlossstraße 31
63065 Offenbach am Main