KI für crowdbasierte Plattformen
Entwicklung einer auf neuronalen Netzen basierten KI zur Sprachverarbeitung und dem automatischen Textverständnis für KMU im deutschsprachigen Raum.

Projektdetails
Neue Methoden in der Künstlichen Intelligenz (KI) und der Sprachverarbeitung nutzen tiefe neuronale Netze und erreichen damit beeindruckende Durchbrüche beim automatischen Textverständnis (NLU) und bei der automatischen Textgenerierung (NLG). Dabei beschränken sich diese Durchbrüche nicht nur auf die Forschung, sondern werden von Großkonzernen - vornehmlich den ausländischen-, wie Alibaba, Facebook, Apple oder Google, in Produkte integriert, um ihre Marktführerschaft zu untermauern. Im deutschsprachigen KMU-Sektor finden Verfahren zu automatischem Textverständnis und -generierung hingegen weitaus seltener Anwendung. Dies liegt an ihrer inhärenten Komplexität, ihrem hohen Datenbedarf und am Deutschen als weniger erforschter Verarbeitungssprache. Ziel dieses Projektes ist es deshalb, moderne, auf neuronalen Netzen basierte KI-Verfahren zur Sprachverarbeitung für deutschsprachige KMUs nutzbar zu machen.
Es profitieren deutschsprachige KMUs, die viel Freitext bearbeiten müssen und dabei Zeit sparen wollen. Exemplarisch ist dies die wer denkt was GmbH, welche Plattformen für Bürgerbeteiligung und Crowdworking anbietet. Für die Bürgerbeteiligungs-Plattform wurde ein NLU-Verfahren zur automatischen Evaluation von Freitextantworten entwickelt. Dieses strukturiert Beiträge von Bürger*innen zu kommunalpolitischen Fragen. Es extrahiert Schlüsselphrasen, ordnet Themen oder erstellt Zusammenfassungen. Für die Crowdworking-Plattform "appJobber" wurde ein NLG-Verfahren zur automatischen Fragegenerierung entwickelt. Diese bietet sogenannten "Crowdworkern" kleine Aufgaben an. Die Anleitungen führen jedoch oft zu Rückfragen oder Fehlern. Die automatische Fragegenerierung verbessert die Qualität der Anleitungen, erhöht das Textverständnis beim Crowdworker und damit die Akzeptanz dieser Arbeitsweise. Damit steigt die Wettbewerbsfähigkeit für das Crowdworking im internationalen Vergleich.
Das Fachgebiet Multimedia Kommunikation (KOM) wurde 1996 an der Technischen Universität Darmstadt gegründet und ist dort im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik angesiedelt. KOM verfolgt die Vision einer nahtlosen Kommunikation, in der Menschen überall auf der Welt unabhängig von ihrem Standort und technischen Rahmenbedingungen effektiv zusammen arbeiten, kommunizieren und Informationsdienste nutzen können. In der Adaption von Diensten und Infrastrukturen auf verschiedenen Ebenen sieht das Fachgebiet einen Schlüsselmechanismus, um dieser Vision näher zu kommen und die Anforderungen Performanz, Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit zu realisieren. Partner des Projekts ist die wer denkt was GmbH (wdw) in Darmstadt, die seit 2011 Software und Verfahren für Bürgerbeteiligung und Crowdworking entwickelt.
Stimmen zum Projekt
Wir erhoffen uns einen erheblichen Effizienzgewinn in der Auswertung und beim Management unserer Plattformen für Bürgerbeteiligung und Crowdworking. Aktuell sind wir dabei noch auf die manuelle und sehr zeitintensive Auswertung durch Fachexperten angewiesen.
Gefördert durch
- Digitale Technologie
Künstliche Intelligenz (KI / AI) Web-Plattform
- Einsatzbereich
Arbeit 4.0 E-Verwaltung Wirtschaft 4.0
- Eingesetzte digitale Verfahren, Technik, Software und Methoden
Natural Language Processing
- Landkreis, kreisfreie Stadt
Darmstadt
- Förderprogramm
- Distr@l - Digitale Produktinnovationen (FL 2A)
- Fördersumme
- 495.969,00 €
- Förderzeitraum
- 1. Okt. 2020 - 30. Sep. 2024
- Status
- abgeschlossen
Antragsteller

TU Darmstadt - KOM
Rundeturmstr. 10
64283 Darmstadt
Ansprechpartner
Prof. Dr.-Ing. Ralf Steinmetz
TU Darmstadt - KOM
Rundeturmstr. 10
64283 Darmstadt